Nach der Beantragung neuer Haltestellen der Regionalbahn sowohl von der Stadt Overath als auch von der Gemeinde Engelskirchen ist eine Art Patt-Situation entstanden, die letztendlich dazu führen könnte, dass kein neuer Haltepunkt realisiert wird.
Um dieser möglichen Entwicklung zu begegnen, hat Bürgermeister Dr. Gero Karthaus die Initiative ergriffen und darüber Gespräche mit der Verwaltungsführung der Stadt Overath sowie Mitgliedern der Gremien des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) geführt. Er konnte Einvernehmen dahingehend erzielen, dass vom NVR eine zeitnahe Entscheidung für die Standorte Loope oder Vilkerath auf Basis sachlicher Kriterien durch einen neutralen Gutachter getroffen werden soll.
Die entsprechende Resolution haben die Räte der Stadt Overath und der Gemeinde Engelskirchen nun verabschiedet:
Resolution der Gemeinde Engelskirchen und der Stadt Overath an den Zweckverband Nahverkehr Rheinland
Die Gemeinde Engelskirchen und die Stadt Overath haben für ihre Bereiche jeweils neue Haltepunkte für die Regionalbahn beim Zweckverband Nahverkehr Rheinland beantragt. Betriebstechnisch ist jedoch nur eine neue Haltestelle auf der Strecke realisierbar. Damit konkurrieren die vorgeschlagenen Standorte Loope und Vilkerath miteinander.
Nach intensiver Diskussion erscheint ein weiterer Standortvorschlag als Kompromiss für beide Kommunen nicht sinnvoll. Insofern bleibt es bei einer Art Blockadesituation der o. a. Standorte. Damit besteht aber letztendlich die Gefahr, dass keiner der beiden Vorschläge zur Realisierung kommt und die dringend notwendige Verbesserung der ÖPNV – Schieneninfrastruktur im Bereich Engelskirchen / Overath unterbleibt.
Die Gemeinde Engelskirchen und die Stadt Overath sind einvernehmlich der Meinung, dass eine neue Haltestelle der Regionalbahn im Streckenabschnitt Engelskirchen /Overath unverzichtbar ist und schnellstens eingerichtet werden soll. Um eine Entscheidung für einen der Standortvorschläge auf eine solide und vermittelbare Basis zu stellen, wird der NVR gebeten, zeitnah ein entsprechendes Gutachten durch einen neutralen Sachverständigen erstellen zu lassen. Dabei sollten die Kriterien „erreichbare Pendler, neue Fahrgäste, Kosten sowie Parkplätze“ besondere Beachtung finden. Die Gemeinde Engelskirchen und die Stadt Overath werden eine Standortentscheidung, die auf der Basis eines solchen fundierten Gutachtens beruht, akzeptieren.
